Anschubfinanzierung für eine Edition der Briefe von und an Elise Reimarus (1735-1805)

Mit dem Ziel, nachfolgend ein weiteres längerfristiges Projekt zu initiieren, wurde der auf die Aufklärung spezialisierte Wissenschaftshistoriker Dr. Stefan Borchers (Berlin) im Herbst 2020 beauftragt, den Umfang und die Relevanz einer möglichen Edition der Briefe von und an Elise Reimarus (1735-1805) zu sondieren. E. Reimarus gilt als eine der gelehrtesten Frauen ihrer Zeit in Deutschland, sie führte in Hamburg einen Salon und stand mit zahlreichen Größen der Aufklärung in Korrespondenz.

Die unerwartet hohe Anzahl der von Borchers in Metadaten erfassten Briefe geht nur teilweise mit Kenntnis über ihren Inhalt einher. Verschiedene Varianten der weiteren Bearbeitung sind denkbar: a) Erstellung von Zusammenfassungen aller Briefe; b) Transkription der inhaltlich bislang unbekannten Briefe; c) zeitlich oder personell begrenzte Teiledition mit Kommentar.

Die Umsetzung der zweckmäßigsten Variante – sukzessive Erstellung einer Open-Access-Datenbank zu allen Reimarus-Briefen mit Metadaten und Inhaltsangaben – übersteigt die finanziellen Möglichkeiten der Stiftung, es wird nach einer Ko-Finanzierung gesucht. Die Berthold Leibinger Stiftung spendete eine Unterstützung in Höhe von 1.000 Euro.
Die A und A Kulturstiftung fördert ab Sommer 2021 in einem nächsten Schritt – zunächst für sechs Monate – die Erstellung eines online verfügbaren Findbuchs. Stefan Borchers wird in dieser Form alle Fundstellen der Briefe der Forschung zugänglich machen und inhaltlich unbekannte Briefe exemplarisch erschließen.